InduS - Aktuelles

„Der lange Weg nach Berlin“

InduS-Projekt des Kreissportbundes findet Aufnahme in Ampel-Koalitionsvertrag

Am Anfang stand eine Idee. Dann wurde diskutiert, gerungen und umgesetzt. Gemeint ist das Projekt InduS des Kreissportbundes Emsland.
Was vor einigen Jahren als Skizze im Kopf des KSB-Präsidenten Michael Koop reifte und im Emsland als Leuchtturmprojekt besondere Anerkennung widerfährt, ist mittlerweile landesweit von vielen Einrichtungen und Verbänden als das Instrument der inklusiven Förderung im Sport akzeptiert.

InduS selbst ist eine Abkürzung und bedeutet: Inklusion durch Sport im Emsland. Menschen mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam in den Vereinen Sport treiben. Zusammen mit den Kooperationspartnern, den drei großen Einrichtungen für die Behinderten-Hilfe im Emsland, dem Christophorus-Werk Lingen e.V., St. Vitus-Werk Meppen und dem St. Lukas-Heim Papenburg werden Ideen und Konzepte ausgearbeitet, Menschen mit Einschränkungen an der sportlichen Bewegungsvielfalt teilhaben zu lassen. Dabei ist es das Ziel, die Sportvereine vor Ort für die Arbeit mit Menschen mit Einschränkungen zu gewinnen. Dass dieses hierzulande mit großem Erfolg geschieht, zeigen die aktuell knapp 70 inklusiven Sportangebote in den Vereinen, die Gründung einer emslandweiten Fußballliga sowie die Organisation größerer gemeinsamer Wettkämpfe.
Für den KSB-Präsidenten Michael Koop ist die namentliche Aufnahme des von ihm initiierten Inklusionsprojektes in den Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung ein großartiger Erfolg der Arbeit des Kreissportbundes Emsland. „Sowas bekommst Du nur im Team hin, mit äußerst engagierten Mitarbeitern“, so Koop und meinte da wohl besonders das InduS Projektteam mit Veronika Röttger, Anna Sievers, Frank Eichholt und dem InduS-Projektleiter Hermann Plagge, denen es durch ihr Engagement gelungen sei, Menschen mit Behinderungen am sportlichen Leben teilhaben zu lassen.
Michael Koop, ist es als Sprecher der Sportbünde in Niedersachsen gelungen, das Inklusionsprojekt auch landes- bzw. bundesweit in die Arbeit der Kreissportbünde zu platzieren. Und dieses offenbar mit so großem Erfolg, dass die neue Bundesregierung diesem Ansinnen eigens dafür eine Passage im Vertragstext widmet. Wörtlich heißt es dort auf Seite 80: „…Wir werden für mehr Teilhabe und politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen an wichtigen Vorhaben auf Bundesebene sorgen. Die Mittel des Partizipationsfonds wollen wir erhöhen und verstetigen. Wir stärken die Inklusion im Sport, unter anderem das Projekt „InduS“ und inklusive Ligen. Wir unterstützen die Vorbereitung und Durchführung der Special Olympics World Games 2023 in Berlin…“
Für die dort ebenfalls angesprochenen „Special Olympic World Games“ im Jahre 2023 hat sich das Emsland mit den Städten Lingen, Meppen und Papenburg als Gastgeber für die internationalen Delegationen beworben. Auch diese Idee wurde von Koop für den KSB in Zusammenarbeit mit dem emsländischen Landrat Marc-André Burgdorf in den vergangenen Monaten angestoßen und erfolgreich in die Wege geleitet.
„Der emsländische Sport kann stolz darauf sein, mit der Erwähnung im Koalitionsvertrag für seine ausgezeichnete Arbeit gewürdigt zu werden“, betonte Koop und machte deutlich, dass es sich auch lohne, Dinge manchmal einfach anzupacken und auch gegen Widerstände durchzusetzen - gemeint war hier sicherlich die anfänglich sehr starke Überzeugungsarbeit, die er mit seiner Idee bei manchem Entscheidungsträger leisten musste.

 

_sportivation03.png