InduS - Aktuelles

Eindeutiges Votum für inklusive Sportangebote

Über 800 Menschen mit Behinderung haben bei Befragung geantwortet

v.l.: Hermann Plagge, Anna Sievers, Frank Eichholt, Veronika Röttger Seit Projektbeginn 2013 ermittelt das Inklusionsprojekt InduS vom Kreissportbund Emsland (KSB) alle zwei Jahre die aktuellen Wünsche und Bedarfe von Menschen mit Behinderung im Bereich Sport. Bei der mittlerweile vierten Befragung wurden mit Unterstützung der InduS-Projektpartner, Christophorus Werk Lingen, St. Vitus-Werk Meppen und dem St. Lukas-Heim Papenburg Zeit knapp 3800 Fragebögen im Februar 2020 ausgegeben. Über 800 Menschen mit Behinderung sowie deren Eltern und Angehörige haben geantwortet und ihre Wünsche und Bedarfe zur aktiven Teilhabe im Sportverein geäußert.

 

Die Auswertung und Analyse der aktuellen Befragung liegt jetzt vor. Im Vergleich mit den Daten aus den Vorjahren können die Projektverantwortlichen aktuelle Entwicklungen ebenso ableiten wie neue Handlungs- und Aufgabenfelder ermitteln. Emslandweit haben über 800 Menschen (21,4%) mit Behinderung bei der Befragung geantwortet und ihre Wünsche im Bereich Sport deutlich formuliert - wiederum eine außergewöhnliche Resonanz. Über 91% der Befragten äußerten den Wunsch, dass  Sportvereine sich dem Thema Inklusion öffnen sollten. Weiterhin hoch ist auch die Bereitschaft der Menschen mit Behinderung Sportangebote in den Vereinen sofort oder später zu nutzen (67,3%) sowie die Nachfrage und der Bedarf an inklusiven Sportmöglichkeiten (61,7%).

 

Die Gesamtergebnisse bilden die Grundlage für die vom Projektteam erarbeiteten nächsten Schritte. Neben der Begleitung und Betreuung der bereits bestehenden 70 inklusiven Sportangebote, ist ein Ziel, möglichst viele interessierte Menschen mit Behinderung in die bestehenden Vereinsangebote zu vermitteln. Der Angbeotsfinder auf der Projekthomepage (www.indus-emsland.de) bietet hierzu weitere Informationen. Zu Sportvereinen die noch nicht im Projekt vertreten sind aber bei denen Menschen mit Behinderung bereits aktiv sind, oder Vereine, die sich erstmalig für ein gemeinsames Miteinander engagieren wollen, wird ebenfalls Kontakt aufgenommen. Interessierte Vereine oder Sportler*innen, können sich auch direkt beim Projektteam telefonisch (05952-940106) oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

 

Aus den Ergebnissen - ablesbar an der aktiven Teilnahme sowie dem Öffnungs-wunsch und der Bereitschaft Angebote zu nutzen - ergibt sich weiterhin ein eindeutiges Mandat zum Projektausbau. Nach einer längeren Pause wegen der Corona-Pandemie, starten viele der inklusiven Sportangebote ihren aktiven Trainingsbetrieb wieder nach den Sommerferien. 

 

Hier (KLICK) geht es zur Zusammenfassung der Ergebnisse.

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