InduS - Aktuelles

800 Jungen und Mädchen beim Sportivationstag in Lingen

 

700 Teilnehmer legen Prüfung für Sportabzeichen ab / Rollstuhlrennen über 30 Meter


Das Lingener Emslandstadion war am Donnerstag Austragungsort des fünften emsländischen Sportivationstags. Bereits zum zweiten Mal war die Stadt Lingen Gastgeber des inklusiven Sportfests, bei dem Jungen und Mädchen sowie Jugendliche mit und ohne Behinderung ihr sportliches Können unter Beweis stellen. Aber nicht nur die 800 Teilnehmer hatten Spaß an den Wettkämpfen, auch der Wettergott hatte sichtlich gute Laune und ließ bei warmen Temperaturen die Sonne pausenlos strahlen. Reinhard Winter, Landrat und Schirmherr des Sportivationstags, wies bei der offiziellen Eröffnung auf den Grundgedanken der Veranstaltung hin. „Es geht vor allem um den gemeinsamen Spaß und die Freude an Spiel und Bewegung“, so Winter.

 

Es komme bei einer solchen Veranstaltung nicht auf Höchstleistungen an, sondern darauf, jede und jeden Einzelnen mit einzubeziehen und dort anzunehmen, wo Stärken und Fähigkeiten bestehen. Für 700 Sportlerinnen und Sportler ging es gestern dennoch um sportliche Bestleistungen, wollten sie schließlich ihre Prüfungen für das Sportabzeichen ablegen. Nach der Eröffnung lud das bei den Kindern beliebte Maskottchen Spurti zum Aufwärmen ein. Anschließend konnten sich die Teilnehmer im Sprinten, Werfen und Springen messen. Aber auch an weiteren Stationen wie Schwammwerfen, einem Rollstuhl-Parcours oder an einer Kletterwand konnten sich die Sportlerinnen und Sportler beweisen.

 

„Der ganze Tag war ein voller Erfolg. Wir sind mehr als zufrieden“, freute sich Hermann Plagge, Organisatorischer Projektleiter InduS. Das Projekt „InduS – Inklusion durch Sport“ vom Kreissportbund Emsland (KSB) ist gemeinsam mit dem neuen KSB-Projekt Jugend Initiative Emsland Sport Organisator und Ausrichter des inklusiven Sportfestes. Neu im Programm war das 30-Meter-Rollstuhlrennen, an dem fünf Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren teilgenommen haben. „Alle Sportlerinnen und Sportler hatten gerade ihre Prüfungen beendet und haben die Rollstuhlfahrer von der Tribüne aus angefeuert. Das war eine unglaubliche Atmosphäre. Wir versuchen das Rollstuhlrennen zu etablieren“, so Plagge. Bei der anschließenden Siegerehrung wurde jeder der 800 Teilnehmer mit Namen aufgerufen und durfte seine Urkunde unter tosendem Applaus abholen.

 

Artikel von Henning Harlacher

 

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